Von der Idee zum fertigen Produkt (Teil 2)

…. Fortsetzung von Von der Idee zum fertigen Produkt aus Glas Teil 1

Der Produktionsprozess des Glaspressartikels beginnt

Die Form ist nun in der Presse eingebaut. Jetzt beginnt der eigentliche Produktionsprozess. Eine schweißtreibende Arbeit am Ofen der Temperaturen bis zu 1300 Grad erreichen kann. Entsprechend der Form bzw. Größe des zu pressenden Glasprodukts müssen die passenden Rohglasstangen ausgewählt werden. Es gibt Glasstangen mit unterschiedlichen Durchmesser. Je Größer das Glasprodukt um so dicker sind die Glasstangen. Der Durchmesser der Glasstangen kann dabei bis zu ca. 44 mm betragen. Je nach Art des Glases bzw. auch der Glasfarbe sind unterschiedliche Voraussetzungen bei der Verarbeitung zu beachten.

Die Glasstangen werden nun im Ofen erhitzt. Sobald die Glasstange weich wird und sich für den Pressvorgang eignet, kann sie in die geöffnete Presse gehalten werden. Die Presse schließt und drückt den Artikel entsprechend ab. Während dieses ganzen Prozesses wird die Form permanent mittels Flamme erhitzt damit Sie eine entsprechende Temperatur hat die für das gelingen des Produkts notwendig ist. Beim Pressvorgang setzt sich überschüssiges Glas am Rand des Artikels ab. Sobald der Artikel nun abgepresst ist, wird die Verbindung zur Glasstange mit einer speziellen Schere getrennt. Die Glasstange wird dann wieder zum erhitzen für den nächsten Pressvorgang in den Ofen gehalten. Der gepresste Artikel wird nun mit einer Zange aus der geöffneten Form entnommen.

Der Abkühlvorgang eines Glaspressartikels

Für den Abkühlvorgang wird der noch sehr heiße aber schon feste Artikel auf ein sog. Kühlband gelegt. In sehr langsamen Tempo bewegt sich das Förderband im Kühlofen und kühlt den Artikel innerhalb von einer Zeit von ca. 2 Stunden ab. Das ist ein wichtiger Vorgang. Glas dehnt sich bei Erhitzung aus und zieht sich beim abkühlen zusammen. Dadurch entstehen Spannungen im Glas die je nach Artikel unterschiedlich sind. Diese Spannungszustände erfordern oftmals auch einen zusätzlichen Entspannungsprozess in einem speziellen „Entspannungsofen“. Das bedeutet das der Artikel nach dem kompletten Abkühlvorgang ein paar Tage später nochmals erhitzt wird und mittels einer speziellen Kühlkurve langsam abgekühlt wird. So werden übermäßige Spannungen im Glas abgebaut. Dies ist notwendig für eine weitere Bearbeitung wie z.B. das Bohren eines Lochs, Sägearbeiten, etc.,

Wir haben also im heutigen Blog den eigentlichen Prozess der Erstserienproduktion eines Glasartikels z.B. einer Glaskugel oder einer Glaslinse beschrieben. Im dritten Teil geht es dann um einen nicht weniger wichtigen Arbeitsabschnitt – die Qualitätskontrolle, Nachbearbeitung und die Endkontrolle des fertigen Produkts

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