Glasrecycling Teil 2

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Dieser Artikel ist die Fortführung des ersten Teils von Glasrecycling (hier).

Neuproduktion

Im Glaswerk wird der Sekundärrohstoff eingeschmolzen und unter anderem zur Herstellung von neuen Glasverpackungen verwendet. Darauf wird ein Recyclingsymbol angebracht, dass 3 Pfeile enthält, die den Verwertungskreislauf widerspiegeln. Für die drei bereits genannten Glasfarben gibt es unterschiedliche Recycling Codes – 70 GL für Farbloses, 71 GL für grünes und 72 GL für braunes Glas.

Nun gelangen z.B. die neuen Glasverpackungen in die Industrie. Aber nicht nur für Glasverpackungen sondern auch in der Flachglas- und Spezialglasindustrie wird Altglas wiederverwendet. So gelangt das recycelte Glas am Ende wieder zum Endverbraucher – der Wertstoffkreislauf beginnt von Neuem.

Wissenswertes

Jede Flasche besteht aus über 60% Altglas. Bei einigen Farben sind es sogar bis zu 90 %. Glas ist zu 100 % mehrfach recycelbar. Glas lässt sich also beliebig oft einschmelzen und somit u.a. immer wieder zu neuen, hochwertigen Glasverpackungen verarbeiten. Es entsteht dabei kein Qualitätsverlust. Dies ist bei kaum einem anderen Verpackungsstoff der Fall. Somit leistet der Recyclingprozess einen enormen Beitrag zum Umweltschutz. Dieser Wertstoffkreislauf hilft, Rohstoffe, Energie, Deponieraum und Zeit zu sparen. Damit der Kreislauf erhalten bleibt, ist der richtige Entsorgungsweg ausschlaggebend. In Deutschland leisten schon ca. 97 % der Haushalte Ihren Beitrag zum Erfolg dieses umweltschonenden Prozesses. Hierzulande werden in der heutigen Zeit jährlich ca. 2 Millionen Tonnen Altglas gesammelt. Jeder Bundesbürger würde nach dieser Berechnung somit ca. 25 kg Altglas pro Jahr sammeln.

Vorteile von Glasrecycling

Der Einsatz von gebrauchten Glasverpackungen reduziert den Bedarf an Primärrohstoffen und schont somit die Natur. Gebrauchte Glasverpackungen benötigen zum Einschmelzen niedrigere Temperaturen und daher weniger Energie als das Gemenge an Primärrohstoffen (Quarzsand, Kalk, Dolomit und Soda).

  • Glasrecycling ist ökologisch viel vorteilhafter als die Produktion von neuem Glas, da ein geringerer Schmelzpunkt benötigt wird als bei Neuproduktion.
  • Das Einschmelzen von sortenreinem Altglas ist in jedem Fall sinnvoll, da der Altstoff zu 100 % in das Produkt eingeht. Das Erschmelzen von Glas aus Rohstoffen braucht bis zu 25 % mehr Energie.

Altglas bei Schäfer Glas

Das Altglasmaterial stammt aber nicht nur aus den Altglascontainern, sondern auch aus der Industrie und dem Gewerbe. Bei uns werden unter anderem die Brockenränder, die beim Produktionsprozess von Glaslinsen, Glaskugeln, Reflektoren und anderen Produkten aus unserem Sortiment entstehen (siehe Von der Idee zum fertigen Produkt Teil 3), abgebohrt oder geritzt. Dieses überschüssige Glas sammeln wir genauso wie Glasreste und fehlerhafte Produkte in einem Glascontainer und leisten somit auch einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz. Einen Teil des gesammelten Glas wird z.B. auch von einer Glashütte im Allgäu für die Herstellung von mundgeblasenen Glasprodukten verwendet.

Weiterführende Informationen:
Was passt ins Altglas
Bundesverband der Glasindustrie

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