Glasfusing

Fusing (Verschmelzung) ist eine anspruchsvolle Technik, in der verschiedene Glasteile miteinander verschmolzen werden. Die Schmelztemperatur ist dabei u.a. abhängig von der Zusammensetzung der Gläser die miteinander verschmolzen werden sollen. Es besteht sogar die Möglichkeit andere temperaturbeständige Gegenstände wie z.B. Metalle zusammen mit dem Glas einzuschmelzen. Beim Glasfusing wird auch mit farbigem Glaspulver, Kröseln und Scherben gearbeitet

Diese Methode der Glasverarbeitung wurde das erste Mal vor ca. 2200 Jahren geschichtlich erwähnt. Durch die Weiterentwicklung des Verfahrens in den letzten Jahrzehnten, entstanden neue Möglichkeiten der Verarbeitung. Aus verschiedenen Glasteilen werden passende Teile u.a mit einer Zange abgezwickt oder auch mit einem sog. Glasschneider abgeschnitten. Oft werden dann anhand eines entsprechenden Entwurfs die Teile zusammengesetzt (z.B. für eine Glasschüssel). Zum Füllen von eventuellen Zwischenräumen wird Glaspulver aus zerstampften Glasplatten verwendet.

In einem sogenannten Fusing-Ofen werden die verschiedensten Glasstücke dann bei einer Temperatur von ca. 780° –  900° miteinander verschmolzen. Dabei spielt die entsprechende Temperaturführung eine ganz wichtige Rolle. Das Glas darf nicht flüssig verlaufen. Die einzelnen Elemente allerdings müssen sich miteinander verbinden. Beim Erhitzen dehnt sich der Glaskörper aus und beim Abkühlen zieht er sich wieder zusammen. Somit muss die richtige Temperaturkurve je nach Beschaffenheit der Gläser gefunden werden. Der Schmelzvorgang hängt von der Art des Glases und der Glasdicke ab. Der erste Arbeitsgang bei dem i.d.R. eine Glasplatte entsteht ist somit abgeschlossen.

Anschließend folgt der nächste Arbeitsschritt, bei dem das Glas verbogen, abgesenkt oder verformt wird. Zur Herstellung einer Schüssel verwendet man u.a. Trägerformen, die oft aus Ton, Keramik oder auch Metall bestehen. Wichtig dabei ist, das die Form etwas größer ist als die Glasplatte, da sich Glas bei der Erwärmung ausdehnt und beim Abkühlvorgang zusammen zieht. So entstehen auch Spannungen im Glas die in im Fusingofen durch nochmaliges erhitzen und entsprechendes langsames herunterfahren der Temperatur abgebaut werden.

Nachdem die Objekte ausgekühlt sind, können sie verfeinert und u.a. durch Schleifen, Gravieren oder Sandstrahlen optimiert werden.

Um dem Objekt seinen eigenen Charakter zu verleihen, können Wünsche, kreative Vorstellungen und außergewöhnliche Ideen berücksichtigt werden. Egal ob Schalen, Vasen, Bilderrahmen, Teller, Modeschmuck oder Kunstobjekte – Fusing ist ein Verfahren das in vielerlei Hinsicht Möglichkeiten für besondere Objekte bietet.

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